Meilentörn: So sammelst du Seemeilen für deinen Schein

Ein Meilentörn ist der schnellste Weg, viele Seemeilen auf einmal zu sammeln – wenn du das Richtige buchst und die Meilen sauber dokumentierst. Hier steht, worauf es bei Revier, Route und Rolle an Bord ankommt und wie am Ende ein anerkannter Nachweis herauskommt.

Was ist ein Meilentörn?

Ein Meilentörn ist ein Törn, bei dem gezielt Strecke gemacht wird – im Gegensatz zum gemütlichen Buchtenbummeln. Typisch sind lange Tagesschläge, oft eine oder mehrere Nachtfahrten und ein zügiges Programm. Man findet sie als Ausbildungstörns von Segelschulen, als Überführungstörns (wenn eine Yacht ans andere Ende des Reviers gebracht werden muss) oder als organisierte Mitsegel-Törns. Beliebte Reviere sind Ostsee, Nordsee, Mittelmeer/Adria und für die ganz Ambitionierten der Atlantik.

Für welchen Schein brauchst du wie viele Meilen?

Bevor du buchst, solltest du wissen, wofür du sammelst – die Anforderungen unterscheiden sich stark:

ScheinLandMeilen-ZielBesonderheit
SKS🇩🇪300 smKüstengewässer, Antriebsart des Scheins
SSS🇩🇪1.000 sm (700 mit SKS)als Wachführer
FB2🇦🇹500 sm+ 3 Nachtfahrten, + 3 Nachtansteuerungen
Hochseeausweis🇨🇭1.000 sm + 18 TageFahrtennachweis-Büchlein

Worauf du bei der Buchung achtest

Revier-Falle beachten: Ein Meilentörn im Ijsselmeer bringt für den deutschen SKS null Meilen – es zählt nicht als Küstengewässer. Für den Schweizer Hochseeausweis dagegen schon. Prüfe das Revier gegen deinen Schein, bevor du buchst.

Während des Törns: mitschreiben, nicht rekonstruieren

Der häufigste Fehler: sich erst am Ende erinnern zu wollen, wie viele Meilen es waren. Besser laufend festhalten:

Nach dem Törn: Bestätigung sofort sichern

Lass dir die Seemeilenbestätigung noch im Hafen vom Skipper unterschreiben. Wochen später ist der Charter- oder Ausbildungsskipper oft schwer erreichbar, und das Bord-Logbuch bleibt beim Schiff. Wer sofort abschließt, spart sich später viel Hinterhertelefonieren.

Mit SeaMemo: Der ganze Meilentörn dokumentiert sich selbst

Auf einem Meilentörn hast du Besseres zu tun, als Distanzen zu notieren. SeaMemo läuft im Hintergrund mit:

  1. Tracking an: Jede Etappe wird per GPS aufgezeichnet – Distanz, Route, Zeiten, auch nachts und offline.
  2. Crew einladen: Alle Mitsegler kommen in den Törn – jeder sammelt denselben Törn im eigenen Profil.
  3. Formular am Ende: Prüfungstyp wählen (SKS, SSS, FB2–FB4), SeaMemo erstellt das PDF aus deinen getrackten Daten.
  4. Unterschreiben lassen: Skipper unterschreibt – dein Meilentörn ist beweissicher dokumentiert.
SeaMemo zeichnet einen Meilentörn per GPS auf: Distanz in Seemeilen, Dauer und Route mit der Crew an Bord

Kein Meilentörn ohne Beweis

Lade SeaMemo kostenlos, lass es auf deinem nächsten Meilentörn mitlaufen und erstelle die Seemeilenbestätigung am Ende mit einem Tipp.

Häufige Fragen zum Meilentörn

Wie viele Seemeilen schafft ein Meilentörn?

Als grober Praxiswert kommen auf einem einwöchigen Meilentörn je nach Revier und Programm etwa 250–400 Seemeilen zusammen; mit Nachtfahrten auch mehr. Die Werte sind Richtwerte und hängen von Wind, Yacht und Route ab.

Zählt ein Meilentörn für jeden Schein?

Nur, wenn Revier, Antriebsart und deine Rolle passen. Für den SKS müssen es Küstengewässer sein, für den SSS Meilen als Wachführer, für den österreichischen FB2 zusätzlich Nachtfahrten. Prüfe die Anforderungen deines Scheins vor der Buchung.

Was muss ich mir am Ende geben lassen?

Eine unterschriebene Seemeilenbestätigung mit Schiff, Route, Zeitraum, Seemeilen und deiner Funktion – am besten direkt im Hafen. In Österreich das Formular Anlage 9, in der Schweiz den Eintrag ins Fahrtennachweis-Büchlein.

Kann die ganze Crew die Meilen anrechnen?

Ja – jedes Crewmitglied kann sich die mitgesegelten Meilen bestätigen lassen. Entscheidend ist die jeweilige Funktion an Bord: Für Scheine mit Wachführer-Anforderung zählt nur, wer tatsächlich Wachverantwortung getragen hat.